Disposition in Echtzeit
Ordnet konkrete Buchungen Fahrzeugen zu und optimiert Reihenfolge, Bündelung und Anschluss innerhalb definierter Regeln.

Wie Nachfrageprognosen, mathematische Optimierung und betriebliche Regeln zusammenwirken – ohne Verantwortung an eine Blackbox abzugeben.
Disposition beantwortet im Minutentakt, welches Fahrzeug eine konkrete Buchung übernimmt, in welcher Reihenfolge Fahrgäste abgeholt werden und welche Fahrtwünsche sich bündeln lassen. Dienstplanung schaut Tage oder Wochen voraus: Wie viele Fahrzeuge und Dienste werden wann benötigt, welche Qualifikationen sind vorhanden und welche Reserven bleiben für Störungen?
Beide Aufgaben hängen zusammen, sind aber nicht identisch. Eine gute Prognose kann der Dienstplanung zeigen, wann voraussichtlich Kapazität benötigt wird. Die operative Disposition reagiert anschließend auf echte Buchungen und den laufenden Betrieb.
Ordnet konkrete Buchungen Fahrzeugen zu und optimiert Reihenfolge, Bündelung und Anschluss innerhalb definierter Regeln.
Übersetzt erwartete Nachfrage in Fahrzeuge, Schichten, Reserven und Qualifikationsbedarf für kommende Tage.
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen nannte im Februar 2025 rund 25.000 fehlende Busfahrerinnen und Busfahrer in Deutschland, davon etwa 20.000 im ÖPNV. Diese Zahl ist nicht auf Österreich oder die gesamte DACH-Region übertragbar, zeigt aber die Größenordnung des Problems im deutschen Markt.
Planungssoftware schafft kein zusätzliches Personal. Sie kann jedoch helfen, Bedarf früher sichtbar zu machen, unnötige Leerzeiten zu erkennen und Alternativen zu berechnen. Ob daraus tatsächlich weniger Überstunden, Leerfahrten oder Ausfälle entstehen, muss ein Betrieb mit eigenen Kennzahlen prüfen.
Historische Buchungen, Wochentage, Schulkalender, Feiertage, Veranstaltungen und Wetter können Hinweise auf zukünftige Nachfrage geben. Das Produkt ai.schedule beschreibt nach Herstellerangaben rollierende Prognosen für eine bis 72 Stunden im Voraus. Die tatsächlich verfügbaren Daten und die Prognosegüte unterscheiden sich je Betrieb.
Sie beschreibt erwartete Nachfrage. Welche Fahrzeuge und Dienste daraus folgen, entscheidet ein Optimierungsmodell innerhalb der betrieblichen und rechtlichen Regeln.

Maschinelles Lernen kann Muster und Nachfragewahrscheinlichkeiten schätzen. Mathematische Optimierung berechnet daraus innerhalb klarer Nebenbedingungen konkrete Planungsoptionen. Dazu zählen Fahrzeugbedarf, Schichten, Reserven, Qualifikationen oder eine faire Verteilung belastender Dienste.
Im operativen Betrieb entspricht die Zuordnung von Abhol- und Zielwünschen unter Zeitfenstern, Kapazitäten und maximalen Fahrzeiten einem Dial-a-Ride-Problem. Welche Ziele priorisiert werden, bleibt eine fachliche Entscheidung des Betreibers.
Arbeitszeit, Ruhezeit, Lenkzeit, Pausen, Kollektivvertrag, Qualifikationen, Fahrzeugtypen und lokale Betriebsvereinbarungen können gleichzeitig relevant sein. Sie lassen sich als Regeln abbilden, müssen aber fachlich geprüft, korrekt parametrisiert und betrieblich kontrolliert werden. Eine absolute Zusage, dass ein System „nie“ gegen Vorschriften verstößt, wäre ohne diesen Prozess nicht seriös.
Unzulässige Kombinationen werden ausgeschlossen, sofern die richtige Regel vollständig hinterlegt ist.
Fahrerlaubnisse, Schulungen und besondere Einsatzberechtigungen müssen aktuell sein.
Gleichmäßige Dienste, weniger Teilungen oder Präferenzen werden gewichtet und transparent abgewogen.
Änderungen, Ausnahmen und reale Abweichungen benötigen einen definierten Prüfprozess.
Welche EU-Lenk- und Ruhezeitregeln gelten, hängt unter anderem vom Fahrzeug und von der Verkehrsart ab. Regelmäßige Personenverkehre bis 50 Kilometer können beispielsweise ausgenommen sein. Für jedes Betriebsmodell ist deshalb eine fachliche Rechtsprüfung erforderlich.
Ein Freigabebutton allein schafft noch keine verantwortliche Aufsicht. Disponentinnen und Disponenten brauchen verständliche Gründe, sichtbare Regelkonflikte, Änderungsmöglichkeiten und ausreichend Zeit für eine echte Prüfung. Rollen und Eskalationen sind festzulegen.
Prognosegrundlage, Ziele und relevante Einschränkungen nachvollziehbar anzeigen.
Regelverletzungen, fehlende Daten und geringe Prognosesicherheit deutlich markieren.
Dienst, Fahrzeug oder Reserve fachlich anpassen und Auswirkungen sofort neu berechnen.
Version, verantwortliche Rolle, Änderung und betriebliche Übergabe nachvollziehbar halten.
Der EU AI Act nennt bestimmte KI-Systeme im Beschäftigungskontext in Annex III. Ob ein konkretes Planungsmodul darunter fällt, hängt von Funktion und Einsatz ab. Die EU-Kommission beschreibt die stufenweise Anwendung; eine Einzelfallbewertung bleibt notwendig.
Optimierung für Fahrzeuge, Dienste und Personal ist ein eigenes Fachgebiet. Die Hex GmbH mit Sitz in Klagenfurt gehört zur Anexia-Unternehmensgruppe und beschreibt Operations-Research-Leistungen für Verkehrssysteme. Dieses Know-how kann in der Zusammenarbeit genutzt werden; daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jedes Modell oder jede Regel bereits in jedem maas.maker-Modul umgesetzt ist.
Der Dispositionskern bietet nach unserer Produktdokumentation konfigurierbare Zeitfenster und Umwegfaktoren. Größere Dienst- und Personalplanungsaufgaben werden fachlich abgegrenzt, mit realen Daten getestet und nur mit definierten Leistungsgrenzen zugesagt.
Operative Zuordnung konkreter Buchungen innerhalb von Zeit- und Kapazitätsregeln.
Vorausschauende Planung von Fahrzeugbedarf, Diensten und Reserven auf Basis erwarteter Nachfrage.
Datenprüfung, Parametrisierung, Testfälle, Schulung und laufende Qualitätskontrolle.
Weniger Leerfahrten, höhere Auslastung oder kürzere Wartezeiten sind sinnvolle Ziele, aber keine allgemeine Garantie. Ein Pilot braucht Ausgangswerte, einen Vergleichszeitraum, klare Ausreißerregeln und Zielkorridore.
Zusätzlich gehören Fairnessindikatoren in die Auswertung: Dienstlängen, geteilte Dienste, kurzfristige Änderungen, Wochenendbelastung und Wunschberücksichtigung. Erst dann zeigt sich, ob ein effizienter Plan auch betrieblich akzeptiert wird.
Die Auswertungen liefern dafür technische Kennzahlen; Bewertung und Zieldefinition bleiben Aufgabe des Betriebs.
Planungsdaten können Arbeitszeiten, Einsatzorte, Qualifikationen und Fahrgastwege erkennen lassen. Serverstandort und ISO-Zertifizierung sind wichtige Bausteine, ersetzen aber keine Prüfung von Rechtsgrundlage, Rollen, Datenflüssen, Auftragsverarbeitung, Löschung und Betroffenenrechten.
Ein sinnvoller Einstieg verbindet Datenprüfung, abgestimmtes Regelwerk, kontrollierten Pilot, menschliche Freigabe und regelmäßige Wirkungsmessung. Für die Beschaffung ergänzt der Beitrag Mobilitätssoftware ausschreiben die passenden Auswahlkriterien.
Von der Buchungsplattform über die intelligente Disposition bis zur Fahrer-App – entdecken Sie alle Module der maas.maker Plattform im Detail.
White-Label Buchungsportal mit Online-Reservierung, Echtzeit-Verfügbarkeit und automatischen Bestätigungen.
Native Fahrer-App mit Turn-by-Turn Navigation, Fahrgast-Übersicht und Echtzeit-Statusmeldungen.
Fahrgast-App für iOS und Android mit Buchung, Live-Tracking, Push-Benachrichtigungen und Bezahlung.
Zentrale Dispositionsplattform mit automatischer Fahrzuweisung, Pooling-Algorithmus und Echtzeit-Dashboard.
Intelligentes Ride Pooling mit parametrierbarem Poolingfaktor, Sammelfahrten und Umwegoptimierung.
Browser-basierte Fahreransicht ohne App-Installation – ideal für Aushilfsfahrer und Subunternehmer.
KI-gestütztes Call-Center mit Agentic AI, Chatbot-Integration und automatischer Fahrtenplanung.
Umfassende Statistiken, KPI-Dashboards, Fahrtprotokolle und Export-Funktionen für Fördernachweise.
Kein Risiko. Voller Funktionsumfang. Überzeugen Sie sich selbst.
Unser Team berät Sie gerne persönlich zu allen Fragen rund um die maas.maker Plattform, Fördermöglichkeiten und individuelle Anforderungen.