On-Demand Verkehr in der Schweiz aus alpiner Erfahrung
Wer Rufbusse und On-Demand-Angebote im Gebirge plant, braucht keine Lehrbücher. Er braucht Erfahrung. Aus dem operativen Betrieb in über 50 Regionen im DACH-Raum.
Was die Schweiz von anderen Märkten unterscheidet
Der öffentliche Verkehr in der Schweiz funktioniert nach einem Bestellsystem, das in Europa seinesgleichen sucht. Bund und Kantone bestellen gemeinsam das regionale Angebot beim Bundesamt für Verkehr (BAV) und schliessen mit den Transportunternehmen Angebotsvereinbarungen ab. Wer in der Schweiz einen Rufbus oder On-Demand-Verkehr einführen will, bewegt sich in diesem Bestellrahmen, koordiniert durch den jeweiligen Kanton und dessen Amt für öffentlichen Verkehr.
Das bedeutet in der Praxis: Gemeinden treten nicht einfach eigenständig als Auftraggeber auf. Die kantonale Ebene ist der entscheidende Akteur. Regionale Konferenzen und Kantone erarbeiten Angebotskonzepte, die alle vier Jahre aktualisiert und beim Kanton eingereicht werden. On-Demand-Angebote werden zunehmend in diese Konzepte aufgenommen, wenn klassischer Linienverkehr zu teuer oder zu unflexibel für die Erschliessung eines Gebiets wäre.
Der Kanton Bern hat das klar formuliert: In Räumen, die sich mit dem klassischen ÖV nicht wirtschaftlich erschliessen lassen, sollen kleinere Fahrzeuge auf Nachfrage die Anbindung an reguläre Linien sicherstellen. Für das Angebotskonzept 2027 bis 2030 hat die Regionalkonferenz Bern-Mittelland vier Gebiete für On-Demand-Angebote beantragt.
Unsere Plattform ist in Österreich bereits vielfach im Einsatz – etwa beim Rufbus Feldkirchen, dem Power Taxi Lendorf oder dem MaliBus im Liesertal. Die gewonnene Expertise übertragen wir auf Schweizer Verhältnisse.
PostAuto dominiert, aber nicht überall
PostAuto ist der grösste Busanbieter der Schweiz – aber für eigenständige Gemeinden, touristische Regionen oder kantonale Pilotversuche gibt es vollwertige Alternativen.
White-Label-Plattform
Erscheint unter dem Namen der Gemeinde, des Kantons oder der Tourismusregion. Keine Branding-Abhängigkeit. Eigene App, eigener Tarif, eigene Daten.
Offene REST-API
OpenAPI-Standard-Schnittstellen für Anbindung an kantonale und nationale Auskunftsportale. GTFS-konforme Datenexporte für Verbundauskunftssysteme.
Flexible Tarifkonfiguration
Tarifverbünde, GA/Halbtax-Zuschläge, kantonale Kostendeckungsvorgaben – alles konfigurierbar ohne Programmieraufwand.
Ride-Pooling für Kostendeckung
Automatische Fahrtenbündelung erhöht den Besetzungsgrad und senkt Kosten pro Person. BAV-Vorgabe von 10 % Kostendeckung erreichbar.
Berge, Täler und ein Algorithmus, der beides kennt
Die Schweiz hat Bergkantone, die topografisch näher an Kärnten oder Tirol liegen als an irgendeinem Flachland. Im Kärntner Nockbalmgebiet betreibt maas.maker einen Rufbus, der im Sommer Wanderer und Ausflügler von den Tälern in die Bergregion bringt und im Winter für einen anderen Nutzungsrhythmus konfiguriert ist.
Im unteren Drautal erschliesst das System Gemeinden, die abseits der Hauptverkehrsachsen liegen. In Feldkirchen in Kärnten läuft ein On-Demand-Angebot, das werktags über zehn Stunden ohne festen Fahrplan betrieben wird.
Was diese Regionen mit vielen Schweizer Gebieten gemeinsam haben: die Kombination aus verstreuter Siedlungsstruktur, saisonalem Tourismusaufkommen und einem ÖPNV-Grundnetz, das die letzte Meile nicht bedient. Genau für diese Kombination ist die maas.maker Plattform gebaut. Nicht für die Grossstadt. Für das Tal.
Der Dispositionsalgorithmus ist auf alpines Gelände getrimmt. Er kennt lange Fahrzeiten zwischen wenigen Haltepunkten, asymmetrische Nachfragemuster je nach Tageszeit und Saison, Fahrten, die niemanden mitnehmen, wenn die Buchung ausbleibt, aber sofort reagieren, wenn eine neue Anfrage eingeht.
Was der Schweizer Markt technisch braucht
Rufbusse und On-Demand-Systeme in der Schweiz sind immer in den bestehenden ÖV integriert – tariflich und informatorisch. Das stellt klare technische Anforderungen.
OpenAPI-Schnittstellen
Externe Auskunftssysteme können Verbindungsoptionen abfragen und in ihr Routing einbinden. Anbindung an kantonale und nationale Portale.
GTFS-konforme Exporte
Integration in Verbundauskunftssysteme deutlich vereinfacht. Standardisierte Datensätze für alle relevanten Plattformen.
Regionale Tarifgliederung
Tarifverbund, GA/Halbtax-Zuschlag, kantonale Kostendeckungsvorgabe – alles im Disponenten-Backend konfigurierbar.
Ride-Pooling & Kostendeckung
Automatische Fahrtenbündelung erhöht den Besetzungsgrad pro Fahrt. BAV-Vorgabe von mindestens 10 % Kostendeckung erreichbar.
Mehrsprachigkeit als Selbstverständlichkeit
Die Schweiz hat vier Landessprachen, und schon innerhalb eines einzelnen Kantons wie dem Wallis oder Graubünden treffen Sprachregionen aufeinander. Ein On-Demand-System muss damit umgehen können – nicht als Zusatzfunktion, sondern als Grundvoraussetzung.
Die maas.maker Plattform unterstützt mehrsprachige Oberflächen für die Fahrgast-App, die Buchungsmaske und das Disponenten-Backend. Sprache, Währung, Datumsformat und Tarifbezeichnungen können pro Betriebsgebiet separat konfiguriert werden.
Für Betriebe, die gleichzeitig Deutsch und Französisch oder Deutsch und Italienisch anbieten müssen, ist das keine Herausforderung, sondern eine Konfigurationssache.
Tourismusregionen als Kernanwendungsfall
Graubünden, Wallis, Berner Oberland, Zentralschweiz – ein Grossteil des Schweizer Berggebiets ist Tourismusgebiet mit Gästen, die hohe Komforterwartungen und wenig Ortskenntnis haben.
Separates Betriebsprofil
Tourismusshuttle als eigenes Profil neben dem regulären Tagesangebot – eigene Haltepunkte, Betriebszeiten, Tarif und Branding.
Saisonale Umschaltung
Wintersaison und Sommersaison haben unterschiedliche Konfigurationen. Das System schaltet um, ohne Neueinrichtung.
Vorherige Buchung
Gäste reservieren ihren Shuttle bei der Reisebuchung. Am Ankunftstag wartet das Fahrzeug. Keine Wartezeit, keine Improvisation.
Letzte Meile für Gäste
Vom Hotel zur Bergbahn, nach dem Abendessen ins nächste Dorf – wertvoller als jeder Fahrplan für Gäste ohne Ortskenntnis.
Warum Erfahrung in den Alpen zählt
Die Schweiz denkt in der Mobilität weit voraus. AmiGo, das PostAuto-Projekt für autonome On-Demand-Fahrzeuge in der Ostschweiz, soll ab 2027 in Betrieb gehen. Das SBB-Projekt iamo testet autonome Zubringer im Kanton Zürich. Die Richtung ist klar: On-Demand als regulärer Bestandteil des öffentlichen Verkehrs.
maas.maker ist software-agnostisch in Bezug auf Fahrzeugtypen. Die Plattform kann Fahrzeuge verschiedener Betreiber und verschiedener Technologiestufen gleichzeitig disponieren. Der Übergang von gefahrenen zu teilautomatisierten oder vollautonomen Fahrzeugen ist eine Infrastrukturfrage, keine Softwarefrage.
Es gibt viele Softwareplattformen für On-Demand-Verkehr. Die meisten wurden in städtischen Kontexten entwickelt. Der alpine Raum ist das Gegenteil davon. maas.maker ist aus dem operativen Betrieb im Gebirge gewachsen. Wie der Algorithmus mit langen Tälern umgeht, wie saisonale Betriebsprofile umgeschaltet werden, wie das Callcenter-Modul sicherstellt, dass auch ältere Menschen buchen können – diese Erfahrung ist in Österreich entstanden. Sie ist in der Schweiz genauso relevant.
Häufige Fragen zum On-Demand-Verkehr in der Schweiz
Kein Risiko. Voller Funktionsumfang. Überzeugen Sie sich selbst.
Für On-Demand-Verkehr in der Schweiz bietet die maas.maker Plattform eine flexible Lösung. Unsere On-Demand-Software mit Ridepooling eignet sich für urbane und ländliche Regionen gleichermaßen.
Sprechen Sie mit uns
Unser Team berät Sie gerne persönlich zu allen Fragen rund um die maas.maker Plattform, Fördermöglichkeiten und individuelle Anforderungen.
- +43-50-556
- maasmaker@anexia.com
- Mo–Fr, 09:00–17:00 Uhr
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